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Vorsicht beim Baden - Keime im Wasser

© Maridav AdobeStock 343741962
Wasser hat zwar generell eine reinigende Wirkung, doch man sollte sich bewusst sein, dass in Seen, Flüssen sowie in Freibädern auch Bakterien oder Viren lauern können. Wer sich erfrischen will im kühlen Nass sollte zumindest wissen, welche Gefahren dieses Vergnügen eventuell bergen kann.

Adenoviren

Wenn in einem Zeitraum von fünf bis zwölf Tagen nach dem Schwimmvergnügen die Augen tränen, sich röten und Schwellungen auftreten, könnte die Ursache dafür eine von Adenoviren hervorgerufene Bindehautentzündung sein. Normalerweise werden solche Viren unmittelbar von Mensch zu Mensch übertragen, doch auch Wasser ist ein Medium, welches diese Viren transportieren und weiterverbreiten kann. Mit einer Bindehautentzündung sollte man also so verantwortungsvoll sein und keine öffentliche Badeeinrichtungen nutzen.

Legionellen

Warmes Wasser – ein Paradies für Legionellen. Gerade im eigenen Pool oder in anderen, nicht ausreichend gechlorten Bädern besteht die Gefahr einer Legionellen-Besiedlung. In den Körper gelangt, sind diese Keime ursächlich für das Pontiac-Fieber dessen Symptome denen einer Grippe gleichen. Zu der lebensbedrohenden Legionärskrankheit kommt es in circa zehn Prozent der Fälle.

E. Coli Bakterien
Diesen Verursacher heftiger Magen-Darm-Erkrankungen treffen wir in heimischen Gewässern und Freibädern nur äußerst selten an. Im Falle einer Ansteckung ist meist der Einsatz eines Antibiotikums erforderlich.

Pseudomonas

Diese Übeltäter dagegen sind recht weit verbreitet, da sie nicht nur im Wasser, sondern auch in der Erde und in Pflanzen heimisch sind. Mini-Verletzung unserer Haut sind ihre Eintrittspforte und sie verursachen eine Entzündung des äußeren Gehörgangs, seltener bei Erwachsenen, häufig bei Kindern.

Blaualgen

Blaualgen sind keine sichtbaren Wasserpflanzen, sondern Cyanobakterien. Je wärmer das Wasser, umso besser für diese Keime: Sie können sich dadurch optimal vermehren, das ist manchmal an einer grün-blauen Färbung des Wassers zu erkennen. Da die Cyanobakterien giftige Stoffe produzieren, die, wenn sie in Kontakt mit unseren Schleimhäuten kommen, Quadeln auf der Haut, heftige Ohrenschmerzen und Bindehautentzündung verursachen können, muss beim Verdacht auf einen Blaualgen-Befall auf das Baden verzichtet werden. Verschluckt man Blaualgen-Wasser, kann das zu Durchfall, Erbrechen, Übelkeit und Fieber führen. Auch hier ist eine Antibiotika-Behandlung angezeigt.
 
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