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Tilidin, die neue Szenedroge

Dass Schmerzmittel missbräuchlich verwendet werden und bei längerer Dauer schließlich abhängig machen, kommt bereits seit sehr langer Zeit vor. Vergleichsweise neu dagegen ist jedoch, dass das Schmerzmittel Tilidin in diese Kategorie fällt. Die Anzahl der Verschreibungen bei jungen Menschen zwischen 15 und 20 Jahren hat sich innerhalb weniger Jahre um ein Vielfaches erhöht. Als eine mögliche Ursache dieses Anstiegs gilt, dass das Schmerzmittel in Texten aus der deutschen Rap-Szene besungen und teils auch gefeiert wird. Daneben wird das Mittel in gewaltbereiten Gruppen der Szene auch eingenommen, um die Schmerzempfindlichkeit bei Schlägereien zu senken. Die allgemein bekannte Einnahme durch die Idole führt wiederum dazu, dass die jungen Anhänger der Rapper das Medikament ebenfalls nehmen. Dabei kommen die Konsumenten nicht immer auf legalem Weg an das Schmerzmittel, teilweise fälschen sie die Rezepte oder beziehen das Tilidin über Dealer.

Wird Tilidin über einen längeren Zeitraum eingenommen, muss die Dosis erhöht werden. Letzten Endes führt dieser Weg in die Abhängigkeit. Setzt man das Mittel dann wieder ab, hat man mit Entzugserscheinungen wie bei einem Drogenentzug zu kämpfen.

Normalerweise wird Tilidin zum Beispiel nach Operationen zur Behandlung der Schmerzen eingesetzt. Es gehört zu den sogenannten Opioiden und darf nicht frei verkauft werden. Da das Potenzial zum Missbrauch hoch ist, wird Tilidin normalerweise mit dem Gegenspieler Naloxon vermischt. Das Naloxon sorgt dafür, dass die Wirkung des Tilidins ab einer gewissen Dosierung aufgehoben wird. Bei einer normalen Dosierung, wie sie im Rahmen der Behandlung vorgesehen ist, wird die schmerzstillende Wirkung des Medikamentes nicht beeinträchtigt. Wird die Dosis des Tilidins jedoch stark erhöht, sorgt das Naloxon dafür, dass es nicht mehr wirkt und Entzugserscheinungen auftreten. Auf diese Weise soll dem Missbrauch des Mittels vorgebeugt werden. Eine Abgabe von Tilidin ohne die Mischung mit Naloxon ist in Deutschland nicht erlaubt.

Obwohl Tilidin in erster Linie als Schmerzmittel eingesetzt wird, verfügt es nicht nur über eine schmerzstillende Wirkung. Daneben hat es auch Auswirkungen auf die Psyche, die auf den ersten Blick teilweise gegensätzlich erscheinen. Einerseits wirkt das Mittel beruhigend, andererseits jedoch auch enthemmend und euphorisierend.

Wie alle anderen Medikamente können auch im Falle von Tilidin Nebenwirkungen und Wechselwirkungen auftreten. Diese sind nicht zu unterschätzen und können im schlimmsten Fall lebensgefährlich werden. Häufige Nebenwirkungen sind beispielsweise Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Auch Benommenheit und Schwindel können auftreten. Bei der Einnahme von Tilidin können Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit eingeschränkt sein. Körperliche Belastungen können die Nebenwirkungen des Schmerzmittels verstärken. Sinnvoll ist es deshalb, sich bei der Einnahme zu schonen, was bei missbräuchlicher Verwendung in aller Regel nicht gegeben ist.

Besonders gefährlich wird die Kombination aus Tilidin und Alkohol. Hier kann eine gefährliche Wechselwirkung entstehen, die am Ende zu Atemstillstand führt. Während der Einnahme von Tilidin Alkohol zu trinken, kann demnach lebensgefährlich werden.

Eine Überdosis des Mittels ist ebenfalls sehr gefährlich. Sie kann u.a. zum Koma führen oder tödlich enden. Da Tilidin je nach Form erst zeitverzögert wirkt, ist die Gefahr nicht zu unterschätzen, dass junge Leute, die das Mittel als Droge einnehmen, zu schnell zu viel davon nehmen, um die Wirkung zu beschleunigen.

Wird die Einnahme von Tilidin beendet, drohen nach einer längeren Zeit der Einnahme Entzugserscheinungen. Schon bei der Verwendung, die eigentlich vorgesehen ist, nämlich während der Behandlung von Schmerzen unter ärztlicher Kontrolle, wird das Medikament, je nach Dauer der Einnahme, nicht einfach von einem auf den anderen Tag abgesetzt. Vielmehr wird die Dosis über einen gewissen Zeitraum verringert, bis man das Mittel schließlich weglassen kann.

Ein zu schneller Entzug kann dagegen unter anderem Zittern und Frösteln mit sich bringen, auch Schmerzen der Muskulatur können auftreten. Eine weitere Entzugserscheinung ist Übelkeit. Außerdem kann mit dem Entzug eine höhere Schmerzempfindlichkeit einhergehen. Auch im Falle einer Sucht wird daher oft kein kalter Entzug, also ein kompletter Verzicht auf das Mittel von einem Tag auf den anderen, praktiziert, sondern ein allmähliches Verringern der Dosis.

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