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Feinstaub - schädlicher für unsere Gesundheit als Nikotin?

 

© Sabrewolf AdobeStock 429936718
 
 
Es liegt was in der Luft – nein, kein besond’rer Duft, sondern ein Mix aus Schadstoffen wie Feinstaub, Ozon, Stickoxiden etc. Und wie gut oder schlecht die Luft ist, die wir einatmen, hängt stark davon ab, wo wir das tun, denn die Luftverschmutzung ist am stärksten in Ostasien, Südasien folgt auf dem Fuß, deutlich besser atmet es sich dagegen in Afrika, noch besser in Europa, Nord- und Südamerika, relativ rein ist die Luft in Australien. Die Belastung in deutschen Städten ist erfreulicherweise rückläufig – laut Erhebungen des Bundesumweltamtes hat sie in den letzten 25 Jahren kontinuierlich abgenommen und die europaweit gültigen Grenzwerte für Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Benzol und Blei werden eingehalten. PM10 und NO2 dagegen „ignorieren“ vielerorts die Vorgaben der WHO; die Bezeichnung PM10 steht für Feinstaub, dessen aerodynamischer Durchmesser weniger als 10 Mikrometer beträgt, NO2 für Stickstoffdioxid – ein giftiges, chlorähnlich stechend riechendes Gas, das unter anderem beim Verbrennungsvorgang in Motoren entsteht.
Im weltweiten Durchschnitt betrachtet zahlen wir Untersuchungen des Max-Planck-Instituts zufolge einen hohen Preis für die andauernde Verwendung fossiler Brennstoffe: Knappe drei Lebensjahre soll uns dieses fragliche Vergnügen kosten. Das Thema Luftverschmutzung geht uns unter anderem zu Herzen – als Risikofaktor für Herzschwäche, -rhythmusstörungen, -infarkt und Schlaganfall kommt der Luftverschmutzung laut der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie Bedeutung zu. Unstrittig sind ebenso die Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Atemwege: Allergiker, Asthmatiker und von COPD (chronisch obstruktiver Bronchitis) Betroffene leiden besonders unter dem „Mief“, auch bei der Entstehung von beispielsweise Lungenkrebs spielt er teilweise eine Rolle.
Dagegen scheint das Rauchen, das global und durchschnittlich betrachtet das Leben der Menschen um „nur“ gut zwei Jahre verkürzt, das eindeutig kleinere Übel zu sein – halten wir es also besser mit dem HB-Männchen, das in der Zigarettenwerbung von 1957-1984 stets verkündete: „Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Greife lieber zur HB!“?
Nein, das wäre ein Trugschluss, denn verglichen mit einem Nichtraucher verschenkt der aktive Raucher 8 bis 10 Lebensjahre. Und schließlich: Aufs Rauchen kann man jederzeit verzichten, auf das Atmen nicht.
 
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